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Montag, 15. Januar 2018, 19 Uhr
Der ewige Streit von Wort und Ton: Über Oper und Literatur
Hanjo Kesting
im Gespräch mit
Alexander Meier-Dörzenbach
über sein neues Buch
»Bis der reitende Bote des Königs erscheint«
Eintritt: 12,- / erm. 8,-

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Nur selten in der Operngeschichte gab es glückliche Partnerschaften zwischen den Komponisten und ihren Textdichtern. Der Wettstreit um den Vorrang von Ton oder Wort durchzieht die gesamte Geschichte der Oper. Während Gluck und Richard Wagner meinten, es sei Aufgabe der Musik, dem Drama zu dienen, vertrat Mozart die Auffassung, in der Oper habe die Poesie »der Musick gehorsame Tochter« zu sein. Bertolt Brecht verlangte die strikte Trennung der Elemente. In der »Dreigroschenoper« ließ er zum Schluss den reitenden Boten des Königs erscheinen: »Damit ihr wenigstens in der Oper seht, wie einmal Gnade vor Recht ergeht.«
Hanjo Kesting unternimmt in seinem Buch einen Streifzug durch die Operngeschichte und erzählt so unterhaltsam wie anregend vom Wechselspiel zwischen Text und Musik, den Streitigkeiten zwischen Komponisten und Dichtern, nicht zuletzt von den seltenen Fällen, in denen Wort und Ton zu einer glücklichen Einheit fanden.
Der Operndramaturg Alexander Meier-Dörzenbach befragt Kesting zu seinem Buch und präsentiert gemeinsam mit ihm Auszüge aus Opern, in denen die Nahtstelle von Text und Musik erkennbar ist.