Noldes im Garten © Nolde-Stiftung Seebüll

Donnerstag, 26. Oktober 2017, 14-19 Uhr und
Freitag, 27. Oktober 2017, 10-15 Uhr

Eine Veranstaltung der Nolde Stiftung Seebüll und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Symposium
Emil Nolde in seiner Zeit. Im Nationalsozialismus.
Eintritt frei, Anmeldung erwünscht:
Nolde Stiftung Seebüll, Tel. 04664/ 98 39 30 oder
info@nolde-stiftung.de mit der Angabe der Sektion, die Sie besuchen möchten.

2017 wäre der Expressionist Emil Nolde 150 Jahre alt geworden. Das Ereignis wurde nicht nur im Nolde Museum Seebüll sondern auch in einer Reihe weiterer Ausstellungen mit viel Erfolg gefeiert, in denen die vielen unterschiedlichen Facetten dieses Ausnahmekünstlers inszeniert und gezeigt wurden.

Jedes Jahr kommen mehr als 60.000 Besucher in das nahe der deutsch-dänischen Grenze gelegene Seebüll, um Emil Nolde und seine Kunst, den von ihm angelegten Garten sowie sein ehemaliges Wohn- und Atelier Haus inmitten der imposanten Marschlandschaft Nordfrieslands zu erleben. Das Kuratorium der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde – gegründet 1956 – sieht sich in der Verpflichtung, Leben und Werk Emil Noldes einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, darüber hinaus aber auch wissenschaftlich zu ergründen und aufzuarbeiten.
Zum Abschluss dieses besonderen Jubiläumjahres soll deshalb auf das Thema „Nolde in seiner Zeit“ auf das Leben und Wirken des Künstlers im Dritten Reich eingegangen werden. Seine Sympathien für den Nationalsozialismus sind seit langem bekannt. Trotzdem wurde er von den damaligen Machthabern zurückgewiesen, sein Werk als “entartete Kunst“ geächtet und aus allen deutschen Museen verbannt. Nach 1945 wird Emil Nolde dann einer der bekanntesten und gefragtesten Künstler in Deutschland. Dabei kommen auch die eigene Legenbildung und eine im Nachkriegsdeutschland gängige Verdrängung der Vorgänge im Dritten Reich zum Tragen.
Vor diesem Hintergrund veranstaltet die Nolde Stiftung zusammen mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Symposium.

 

Ablauf:

Donnerstag, 26. Oktober 2017



14.00 Uhr

Sektion I: Begrüßung

Christian Ring, Direktor Nolde Stiftung Seebüll

14.15 Uhr

Emil Nolde - Das ganze Bild

Kirsten Jüngling, Publizistin, Nolde-Biografin, Köln

14.45 Uhr

Moderation

Jürgen Kaube, Herausgeber Frankfurter Allgemeine Zeitung



15.00 Uhr

KUNST UND KUNSTPOLITIK IM NATIONALSOZIALISMUS

15.00 Uhr

Emil Nolde und die Wanderausstellung „Entartete Kunst“

Prof. Dr. Aya Soika, Bard College Berlin

15.30 Uhr

Ausnahme oder Regel? Zu den widersprüchlichen Praktiken der Reichskammer der bildenden Künste.

Nina Kubowitsch, Provenienzforschung, Abt. Schlösser und Sammlungen, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Potsdam; Promotionsvorhaben zur Reichskammer der bildenden Künste

16.00 Uhr

Emil Noldes Spätwerk und der Magische Realismus. Wege des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit in den NS-Staat.

Christian Drobe (M.A.), Stipendiat an der MLU Halle-Wittenberg und Doktorand am Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas in Halle

16.30 Uhr

Diskussion



19.00 Uhr

Sektion II: Abendveranstaltung

19.00 Uhr

Das Nolde-Dilemma im Rahmen der „Gleichschaltung“ der Künste 1933 – 1937

Prof. em. Dr. Berthold Hinz, Kassel




Freitag, 27. Oktober 2017

10.00 Uhr

Sektion III: KÜNSTLER, SAMMLER UND HÄNDLER IM NATIONALSOZIALISMUS

10.00 Uhr

Die Nation sollte diesen großen, sehr deutschen Maler kennen. Hildebrand Gurlitts kunsthistorischer Blick auf Emil Nolde.

Dr. Meike Hoffmann, Forschungsstelle „Entartete Kunst“, Freie Universität Berlin

10.30 Uhr

„Schön ist es, dass meine Sachen bei Ihnen dauernd Freunde finden“. Emil Nolde und die Galerie Ferdinand Möller

Dr. Wolfgang Schöddert, Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Provenienzforschung,

Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur

11.00 Uhr

Emil Nolde und die Sammlung Hess

Anna Heckötter, Kunsthistorikerin, Frankfurt a. M.

11.30 Uhr

Emil und Ada Nolde, Eduard und Irene Erdmann - Bemerkungen zu ihrer Freundschaft.

Prof. Dr. Volker Scherliess, Lübeck

12.00 Uhr

Diskussion



13.00 Uhr

Sektion IV. NOLDE IM NATIONALSOZIALISMUS

13.00 Uhr

Ideologische Heimat? Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus

Prof. Dr. Uwe Danker lehrt am Seminar für Geschichte und Geschichtsdidaktik und ist Direktor des Instituts für Zeit- und Regionalgeschichte der Europa-Universität Flensburg

13.30 Uhr

Zwei nationalsozialistische Bewegungen im demokratischen Dänemark – eine dänische und eine deutsche

Prof. Dr. Henrik Becker-Christensen, Generalkonsul a.D.

14.00 Uhr

Nolde im Nationalsozialismus

Dr. Bernhard Fulda, Sidney Sussex College/Cambridge

14.30 Uhr

Diskussion

15.00 Uhr

Schluss Moderation